Grundschule
Aufbau
Die Grundschule wird vierzügig geführt und hat bei ungefähr 280 Kindern kleine Klassen, die von Ortslehrkräften und von Lehrkräften aus Deutschland geleitet werden. Die Kinder kommen zum Teil aus rein deutschen Familien, zum Teil aus Elternhäusern mit zwei oder mehr Sprachen, in denen ein Elternteil Deutsch spricht und, wenn es um die integrierten NPS-Kinder geht, aus Elternhäusern ohne deutschen Hintergrund.
Der Unterricht umfasst alle Fächer einer deutschen Grundschule mit einem verstärkten Angebot im Fach Englisch über 5 Wochenstunden auf muttersprachlichem Niveau. Dazu kommt ein breites Angebot von außerunterrichtlichen Aktivitäten, Arbeitsgemeinschaften und Neigungsgruppen.
Inhalte / Unterstützung
Dem Unterricht, der in allen Fächern ausschließlich in deutscher Sprache gehalten wird, liegt ein deutscher Lehrplan (zurzeit Baden-Württemberg) zugrunde. Die NPS - Kinder sprechen inzwischen so gut Deutsch, dass sie dem Unterricht aktiv folgen können. Sie werden vollständig in die 1. Klassen integriert und auf diese verteilt.
Das Hauptziel in der Grundschule ist die Festigung und Weiterentwicklung der deutschen Sprachkenntnisse, was auf vielfältige Weise und in allen Unterrichtsfächern und Neigungsangeboten differenziert geschieht. Dazu bietet die Schule ein umfangreiches Unterstützungsprogramm an, dessen Kern der Förderunterricht ist. Neben den Förderstunden für die NPS-Kinder gibt es in den Klassen 1 – 3 reichlich Förderunterricht, ausgewiesen als DaMF (Deutsch für Kinder mit muttersprachlichem und fremdsprachlichem Elternhaus) und DaM (Deutsch als Muttersprache).
Kinder mit speziellen sprachlichen Defiziten werden verstärkt in einem Individualunterricht epochal unterstützt. Im 4. Jahrgang wird jährlich eine Klassen übergreifende, kleine, durchlässige Deutschgruppe mit verstärktem Förderangebot eingerichtet, die parallel zum Deutsch – Regelunterricht läuft.
Eine so genannte Lesewerkstatt bietet den Kindern, begleitend zum Unterricht, individualisierend ein gezieltes Programm zur Steigerung der Lesekompetenz. In der Lesewerkstatt arbeiten Eltern als Helferinnen mit.
Mit einer fest angestellten Schulpsychologin und einigen freiberuflichen Therapeutinnen bietet die Schule den Kindern und Eltern eine Unterstützung bei Lernschwierigkeiten an. In Eltern- und Kinderseminaren wird in enger Zusammenarbeit mit Lehrkräften und Schulleitung soziales Lernen gefördert.
Außerunterrichtliches Angebot
Die Grundschule offeriert den Kindern bis zu 12 Arbeitsgemeinschaften, die als Wahlpflichtfächer für die Klassen 2 – 4 gelten. Dazu gehören sportliche Angebote wie Aqua-Akrobatik, Geräteturnen, Sportspiele sowie Tanzen, Kunststunden oder Kochen und Backen.
Außerdem können die Kinder am Nachmittag in den so genannten Neigungsgruppen freiwillig aus einem großen Feld von musischen, sportlichen und spielerischen Aktivitäten auswählen, wie Modern Dance, Flöten- und Gitarrenunterricht, Fußball, Hockey, Schwimmen oder Computer und vieles mehr.
Die Auswahlschwimmer der Grundschule werden in regelmäßigen Vergleichskämpfen (Primary Gala) mit anderen Schulen aus Johannesburg auf hohem Niveau zu Höchstleistungen geführt.
Schulleben
Ein Schuljahr lebt von Höhepunkten. Ein reichhaltiges Schulleben sorgt dafür, dass es einen Ausgleich zum akademischen Lernen gibt. Schon früh im Schuljahr beginnen mit dem Schwimmfest die zahlreichen Sportfeste, bei denen viele Eltern für die würdige Zuschauerkulisse sorgen. Bundesjugendspiele, Völkerballturnier, Spielfest u.v.m. folgen, sinnvoll verteilt, über das ganze Schuljahr.
Jedes Quartal schließt mit einer Assembly der Grundschule, die immer von einer anderen Jahrgangsstufe mit Beiträgen aus dem Unterricht gestaltet wird. Dazu präsentieren die Neigungsgruppen zweimal im Jahr ihre Ergebnisse in der Aula.
Einen weiteren musischen Höhepunkt bildet der Musikabend nach einem halben Jahr, bei dem ein Querschnitt der musikalischen Arbeit sowie der Theaterarbeit gezeigt wird. Beim Basar im Mai gibt es endlose Möglichkeiten für Kinder und Eltern, ausgelassen zu feiern und die Schulgemeinschaft kennen zu lernen.
Schulische Höhepunkte werden in modernem Unterricht in vielen Projekten in den Klassen geschaffen, klassenintern wie auch Klassen übergreifend. Klassenfeste bereichern das Zusammenleben und bringen Schüler, Eltern und Lehrer einander näher.
Unterrichtsentwicklung
Die Grundschule legt großen Wert auf eine gute Ausbildung und Weiterbildung ihrer Lehrkräfte. Eine gute Mischung von Ortskräften und Lehrkräften aus Deutschland sorgt für eine gegenseitige methodisch - didaktische Weitergabe von Wissen und Können. In regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen werden moderne Methoden gelernt und vertieft.
Ein wöchentlicher Austausch der Lehrkräfte einer Jahrgangsstufe sorgt für ein möglichst einheitliches Niveau. Regelmäßige Treffen von Lehrkräften der Grundschule und Kindergarten sowie von Lehrkräften der 4. Klassen und denen der 5. Klassen aus der Sekundarstufe mit wechselseitigen Unterrichtsbesuchen sorgen für eine enge Verzahnung und bauen eine gegenseitige Annäherung der einzelnen Schulzweige im Sinne der Weiterentwicklung der Schüler und Schülerinnen auf.
Der Deutschen Internationalen Schule Johannesburg liegt sehr daran, dass ihre Kinder sich darin heimisch und wohl fühlen, dass sie sich akademisch und sozial individuell optimal vorwärts entwickeln und dass das alles in enger Zusammenarbeit und regem Austausch mit dem Elternhaus geschieht.
Neues von der Grundschule
Seit Ostern 2010 gibt es im Pausenhof der Grundschule einen so genannten Fühlpfad. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Klassen 11 und der 4b unter der Leitung von Herrn Jeschke und Frau Pittner, begonnen im Schuljahr 2009, vollendet im 1. Quartal des Schuljahres 2010.
Der Fühlpfad spricht die Sinne an und muss barfuß begangen werden. Die 11. Klassen setzten mathematisch die Vorstellungen der Klasse 4b in eine Parabel um, berechneten die Größen der Felder, besorgten das Material und führten die Arbeiten aus. Die 4. Klassen formulierten das Konzept, entschieden sich für den Untergrund und das zu verwendende Material und stellten den Pfad der Grundschule und dem Kindergarten vor.
Am besten, man begeht den Fühlpfad mit geschlossenen Augen und lässt sich führen, um sich ganz auf sein Gefühl konzentrieren zu können. Dann spürt man, was in den einzelnen Feldern liegt, ob es Rinde ist oder Gras oder nackte Erde oder ob man über Steine oder Sand läuft.
Seit dem 24. Juli 2010 gibt es im Sinnesgarten auf dem Pausenhof eine Erweiterung zum Fühlpfad: den Duftpfad.
Die Klasse 3c mit ihrer Klassenlehrerin Frau Pittner hat unter fachmännischer Beratung einer Gärtnerei und unter uneigennütziger Mithilfe einiger Eltern entlang des Fühlpfades eine Begrenzung mit Duft- und Gewürzpflanzen angelegt. Mit diesen aromatischen Kräutern und Blumen, die auch beschriftet sind, wird ganz besonders der Geruchssinn angesprochen. Kinder der Grundschule und des Kindergartens, aber natürlich auch Eltern dürfen gerne sich in den Sinnesparcour "verduften" (aber bitte nur barfuß) und ihre Sinne schärfen. Wunderbar lässt sich der Duftpfad in den Sachunterricht einflechten, wenn es gilt, heimische Pflanzen kennen zu lernen.
